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Solarförderung eingestellt

• 6. März 2010 • Aktuell

Ein Zauberwort, welches in Verbindung mit Klimaschutz immer wieder fällt, sind “erneuerbare Energien”. In diesem Bereich, kann nun ein jeder, in seiner eigenen Immobilie eine Menge zum Wohle des Klimas tun. Anfangen kann man mit dem größten Energiefresser in einem Haus, der Heizanlage. Hier gibt es die Möglichkeit, eine Wärmepumpe zu installieren, um damit die alten Anlagen, die mit fossilen Brennstoffen die Energie erzeugen, abzulösen. Damit wäre schon ein großer Schritt getan.

Eine weitere, bisher sehr beliebte Möglichkeit, ist es die natürliche Kraft der Sonne zur Energiegewinnung zu nutzen. Eigentlich liegt dies sehr nahe, und ist eine absolut konsequente, und zugleich effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen. Hierbei gibt es zwei zu differenzierende Maßnahmen. Zum einen kann man sich eine Solarthermieanlage auf dem Dach installieren lassen, zum anderen eine Photovoltaikanlage. Erstere “produziert” die Wärme für Brauchwasser, und Heizungsunterstützung, wohingegen letztere die von der Sonne gesendete Energie in elektrischen Strom umwandelt.

Staatliche Förderung

Bisher gab es für diese sinnvollen Maßnahmen eine staatliche Förderung. Die Solarförderung wurde nun im Jahre 2010 gegenüber 2009 um weitere, insgesamt 16% gekürzt. Dies ruft in den verschiedensten Lagern Empörung auf den Plan. Allen voran bei den Beschäftigten, und Geschäftsführern der Solarbranche. Sie befürchten einen spürbar nachlassenden Umsatz, der seit Jahren aufstrebenden Branche, und den damit verbundenen Arbeitsplatzabbau. Außer mit dem Hinweis auf Einsparungen, verbunden mit einer etwas unsinnigen Erklärung, dass dies der Beweis sei, dass sich die Nutzung von Solarkraft nun auf breiter Ebene etabliert hätte, können dies die verantwortlichen Politiker nicht sinnig erklären.

Dies wirft einige Streitfragen rund um die Solarförderung allgemein auf. Der zuständige Bundesumweltminister Norbert Röttgen, sieht eine “Überförderung” von Solaranlagen. Dies würde zu “wirtschaftlichen Fehlanreizen führen”. In Klartext behauptet er, dass viele Menschen sich nur wegen der Förderung vom Staat eine Solaranlage angeschafft haben. Kritiker der Kürzung werfen ihm vor, an der falschen Stelle zu sparen, und den erfreulichen Trend, dass die Nutzung der Solarkraft von immer mehr Menschen wahr genommen wird, entscheidend zu bremsen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass dadurch die Abhängigkeit von ölfördernden Ländern, so wieder verschärft wird. Außerdem hört man aus dem Lager der Kritiker öfter den Vorwurf man solle lieber die Subventionen der umweltbelastenden Braunkohle kürzen.

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