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Wirtschaftskrise: Abwärtstrend der Baubranche

• 6. März 2010 • Aktuell

Die Weltwirtschaft stürzt ab und mit ihr alle Branchen die vorher zu den Gewinnern gehört haben. Als klassischer Verlierer in Krisenzeiten fällt dabei immer wieder die Baubranche auf. Die Krise hat sich schnell zu einer Kettenreaktion entwickelt, die nach den Banken auch den Realsektor erfasst hat.

Das Geld bei den Banken wurde knapp, Kredite wurden rationiert und immer weniger Geld kam bei den Firmen an. Die Angst vor der Krise und eine steigende Arbeitslosigkeit führen dazu, dass Sie als Arbeitnehmer weniger Geld in der Tasche haben. Weniger Konsum und weniger Ausgaben bei Luxusartikeln führen dazu, dass auch die Firmen weniger Geld verdienen. Steuereinnahmen bleiben aus und die Investitionen der Firmen werden eingefroren oder zumindest zurückgefahren. Die Folge, die Baubranche stürzt ab.

Sowohl der Staat muss seine Investitionen für neue Autobahnen oder Prestigeprojekte überdenken und kann nurnoch die wichtigsten Bauvorhaben vorantreiben, als auch die Firmen die Neubauten oder Modernisierungen verschieben, um ihre Schulden nicht zu stark ansteigen zu lassen.

Die Konjunkturzyklen lassen die Baubranche also jeweils verzögert mit sich steigen und mit sich fallen. Weniger Bauvorhaben bedeuten mehr Entlassungen in der Baubranche und damit noch weniger Konsum.

Der Teufelskreislauf verschärft sich also immer weiter. Erst wenn irgendwann der Tiefpunkt erreicht wird und der Konsum wieder zunimmt, die Firmenergebnisse wieder steigen und die Kreditvergabe der Banken ansteigt, kommt auch das Baugewerbe wieder in Gang. Neue Bauvorhaben und neue Infrastrukurprogramme von der Regierung sind der einzige effektive Weg, um einen Absturz der Baubranche zu verhindern oder diesen zumindest abzuschwächen.

Durch die richtigen Konjunkturprogramme kann die Krise so also in der Regel schneller und effektiver überwunden werden, als wenn sich die Wirtschaft selbst wieder auf die Beine helfen muss. Die Kehrseite der Medaille ist natürlich eine steigende Staatsverschuldung, die dazu führen kann, dass in Boomphasen die Investitionen des Staates reduziert und somit das Wachstum vermindert werden müssen.

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